
Zwei Experten des Fußball(-Spiels): 1899-Trainer Ralf Rangnick (l.) und Gerald Köhler von Entwickler Bright Future
7,4 Millionen Spielerdaten im FUSSBALL MANAGER 10
Nach FIFA 10 erscheint mit dem FUSSBALL MANAGER 10 (FM 10) am 29. Oktober das zweite Fußball-Flagschiff von EA SPORTS. Ralf Rangnick ist das Testimonial der aktuellen Version des Managerspiels, und der 1899-Trainer hat einige wichtige Impulse gegeben.
Der "spielentscheidende" Mann bei FM 10 heißt aber Gerald Köhler. Der 40-jährige Entwickler ist seit über 20 Jahren im Computer-Fußball-Geschäft tätig und kennt den FM wie kein Zweiter.
Im Gespräch mit bundesliga.de erzählt Köhler, auf was sich die virtuellen Manager besonders freuen dürfen und mit welch hohem logistischen Aufwand hinter den FM-Kulissen gearbeitet wird.
bundesliga.de: Herr Köhler, beim FUSSBALL MANAGER 10 fungiert der Trainer von 1899 Hoffenheim, Ralf Rangnick, als Testimonial. Was konnten Sie für die Entwicklung des Manager-Spiels von ihm mitnehmen?
Gerald Köhler: In meinen mittlerweile 20 Jahren rund um Fußballmanagement-Spiele habe ich viele Fußballgrößen kennenlernen dürfen, aber Ralf Rangnick war eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten bisher. Er sprüht vor Fachwissen und Ehrgeiz und identifiziert sich zu einhundert Prozent mit seinem Arbeitgeber. Er hat sich außerdem unglaublich viel Zeit für uns genommen, was wir für viele Fragen genutzt haben. Schwerpunkte dabei waren die Halbzeitpause - was passiert da eigentlich wirklich? - und das Scouting bzw. die Ausbildung von Jugendspielern.
bundesliga.de: In der Bundesliga sind Themen wie "Rotation", "One-Touch-Fußball" und "Individuelles Training" in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt. Spiegelt sich das auch in den Möglichkeiten im FUSSBALL MANAGER 10 wieder?
Köhler: "Rotation" wird auch im FM quasi erzwungen, vor allem wenn man am Europapokal teilnimmt. Wenn man glaubt, man könne nach einer Champions-League-Qualifikation mit dem gleichen Personal genauso weitermachen wie bisher, dann fliegt man im FM auf die Nase: denn die Frischewerte der Spieler sacken ab. Individuelles Training gibt es im FM ja schon seit langem. Und "One-Touch-Fußball" gibt es im FM auch, aber man braucht auch die richtigen Spieler. Es liegen Welten zwischen unserer 3D-Spieldarstellung für Kreisligafußball und höchstem Bundesliga-Niveau.
bundesliga.de: Um die Spieler ihren realen Vorbildern anzugleichen, gibt es umfangreiche interne Datenbanken. Welchen Umfang haben diese?
Köhler: Dazu muss ich etwas rechnen. Wir haben aktuell 37.000 Spieler. Wenn ich geschätzte 200 Werte pro Spieler annehme, d.h. 43 Eigenschaften, persönliche Daten, frühere Stationen, Aussehen usw., dann komme ich auf 7,4 Millionen reine Spielerdaten. Es ist klar, dass man dazu einen ganzen Stab von Leuten braucht, die diese Daten aktuell halten. Unser Datenbankteam hat daher auch mehr als 70 Autoren überall auf der Welt, die helfen, diese Daten zu sammeln. Auf jeden Fall ist das eine Riesenarbeit!
bundesliga.de: Mit diesen Daten wurde innerhalb des FUSSBALL MANAGER 10 ein Vorhersage-Tool entwickelt, um realitätsnahe Spielergebnisse berechnen zu können. Ist ihr System damit auf Augenhöhe mit wirklichen Fußballexperten?
Köhler: Nein, Fußball ist im Detail nicht so berechenbar. Was man im FM aber sehen kann, sind bestimmte Stärken und Schwächen der Teams, etwa über welche Seiten vermutlich die meisten Angriffe laufen werden. Das Vorhersage-Tool ist aber ein großer Spaß, um sich auf das anstehende Wochenende vorzubereiten. Und man kann schon ganz schön viele Details einstellen wie die Frische der beteiligten Spieler.
bundesliga.de: Wie würden Sie die Übereinstimmung zwischen der realen Arbeit eines Managers und dem virtuellen Manager einschätzen?
Köhler: Die Aufgaben sind grundsätzlich die gleichen wie im echten Leben, auch dort gibt es viele organisatorische Aufgaben. Ein Spielervertrag ist beispielsweise sehr umfangreich, hier müssen wir uns im FM aber auf einige wenige Dinge konzentrieren. Auch der Finanzteil ist bei uns natürlich vereinfacht, wir können ja unsere Spieler nicht zu einem BWL-Studium zwingen, bevor sie das Spiel spielen können. Dennoch ist es erstaunlich, wie tief unsere Spieler auch in solche Bereiche einsteigen und wie hier immer wieder weitere Details für das Spiel gewünscht werden.
bundesliga.de: Welche neuen Funktionen sind für Sie die Hauptargumente des FUSSBALL MANAGER 10?
Köhler: Zum einen natürlich der Online-Modus. Er ist sehr schnell zu erlernen und spielt sich sehr dynamisch. Das heißt, man muss nicht immer erst Stunden im Menü etwas einstellen. Daneben mag ich die neue Benutzeroberfläche sehr. Letzte Woche habe ich zuhause meinen Wohnzimmertisch fotografiert und spiele jetzt auf meinem virtuellen Tisch FM. Zuletzt ist es die Vielzahl der kleinen Verbesserungen, die praktisch alle aus Userwünschen entstanden sind. Insgesamt sind es über 400 geworden. Durch das neue Feature "Stadion-Infrastruktur" gibt es auch für die "Hardcore-Manager" mal wieder was richtig Neues.
bundesliga.de: Der FUSSBALL MANAGER erscheint seit dem Jahr 2002 jährlich. Wie sehen sie die Entwicklung der Reihe?
Köhler: Die Entwicklung ist sehr positiv. Die Community wächst ständig, unser Team ist hoch motiviert und so groß wie noch nie. Mit dem Online-Modus stoßen wir zudem nochmals in neue Bereiche vor, daher war das ein sehr spannendes Jahr für uns. Aber die Ideen gehen nie aus und schon jetzt laufen die Planungen für das kommende Jahr auf Hochtouren.
Nach FIFA 10 erscheint mit dem FUSSBALL MANAGER 10 (FM 10) am 29. Oktober das zweite Fußball-Flagschiff von EA SPORTS. Ralf Rangnick ist das Testimonial der aktuellen Version des Managerspiels, und der 1899-Trainer hat einige wichtige Impulse gegeben.
Der "spielentscheidende" Mann bei FM 10 heißt aber Gerald Köhler. Der 40-jährige Entwickler ist seit über 20 Jahren im Computer-Fußball-Geschäft tätig und kennt den FM wie kein Zweiter.
Im Gespräch mit bundesliga.de erzählt Köhler, auf was sich die virtuellen Manager besonders freuen dürfen und mit welch hohem logistischen Aufwand hinter den FM-Kulissen gearbeitet wird.
bundesliga.de: Herr Köhler, beim FUSSBALL MANAGER 10 fungiert der Trainer von 1899 Hoffenheim, Ralf Rangnick, als Testimonial. Was konnten Sie für die Entwicklung des Manager-Spiels von ihm mitnehmen?
Gerald Köhler: In meinen mittlerweile 20 Jahren rund um Fußballmanagement-Spiele habe ich viele Fußballgrößen kennenlernen dürfen, aber Ralf Rangnick war eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten bisher. Er sprüht vor Fachwissen und Ehrgeiz und identifiziert sich zu einhundert Prozent mit seinem Arbeitgeber. Er hat sich außerdem unglaublich viel Zeit für uns genommen, was wir für viele Fragen genutzt haben. Schwerpunkte dabei waren die Halbzeitpause - was passiert da eigentlich wirklich? - und das Scouting bzw. die Ausbildung von Jugendspielern.
bundesliga.de: In der Bundesliga sind Themen wie "Rotation", "One-Touch-Fußball" und "Individuelles Training" in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt. Spiegelt sich das auch in den Möglichkeiten im FUSSBALL MANAGER 10 wieder?
Köhler: "Rotation" wird auch im FM quasi erzwungen, vor allem wenn man am Europapokal teilnimmt. Wenn man glaubt, man könne nach einer Champions-League-Qualifikation mit dem gleichen Personal genauso weitermachen wie bisher, dann fliegt man im FM auf die Nase: denn die Frischewerte der Spieler sacken ab. Individuelles Training gibt es im FM ja schon seit langem. Und "One-Touch-Fußball" gibt es im FM auch, aber man braucht auch die richtigen Spieler. Es liegen Welten zwischen unserer 3D-Spieldarstellung für Kreisligafußball und höchstem Bundesliga-Niveau.
bundesliga.de: Um die Spieler ihren realen Vorbildern anzugleichen, gibt es umfangreiche interne Datenbanken. Welchen Umfang haben diese?
Köhler: Dazu muss ich etwas rechnen. Wir haben aktuell 37.000 Spieler. Wenn ich geschätzte 200 Werte pro Spieler annehme, d.h. 43 Eigenschaften, persönliche Daten, frühere Stationen, Aussehen usw., dann komme ich auf 7,4 Millionen reine Spielerdaten. Es ist klar, dass man dazu einen ganzen Stab von Leuten braucht, die diese Daten aktuell halten. Unser Datenbankteam hat daher auch mehr als 70 Autoren überall auf der Welt, die helfen, diese Daten zu sammeln. Auf jeden Fall ist das eine Riesenarbeit!
bundesliga.de: Mit diesen Daten wurde innerhalb des FUSSBALL MANAGER 10 ein Vorhersage-Tool entwickelt, um realitätsnahe Spielergebnisse berechnen zu können. Ist ihr System damit auf Augenhöhe mit wirklichen Fußballexperten?
Köhler: Nein, Fußball ist im Detail nicht so berechenbar. Was man im FM aber sehen kann, sind bestimmte Stärken und Schwächen der Teams, etwa über welche Seiten vermutlich die meisten Angriffe laufen werden. Das Vorhersage-Tool ist aber ein großer Spaß, um sich auf das anstehende Wochenende vorzubereiten. Und man kann schon ganz schön viele Details einstellen wie die Frische der beteiligten Spieler.
bundesliga.de: Wie würden Sie die Übereinstimmung zwischen der realen Arbeit eines Managers und dem virtuellen Manager einschätzen?
Köhler: Die Aufgaben sind grundsätzlich die gleichen wie im echten Leben, auch dort gibt es viele organisatorische Aufgaben. Ein Spielervertrag ist beispielsweise sehr umfangreich, hier müssen wir uns im FM aber auf einige wenige Dinge konzentrieren. Auch der Finanzteil ist bei uns natürlich vereinfacht, wir können ja unsere Spieler nicht zu einem BWL-Studium zwingen, bevor sie das Spiel spielen können. Dennoch ist es erstaunlich, wie tief unsere Spieler auch in solche Bereiche einsteigen und wie hier immer wieder weitere Details für das Spiel gewünscht werden.
bundesliga.de: Welche neuen Funktionen sind für Sie die Hauptargumente des FUSSBALL MANAGER 10?
Köhler: Zum einen natürlich der Online-Modus. Er ist sehr schnell zu erlernen und spielt sich sehr dynamisch. Das heißt, man muss nicht immer erst Stunden im Menü etwas einstellen. Daneben mag ich die neue Benutzeroberfläche sehr. Letzte Woche habe ich zuhause meinen Wohnzimmertisch fotografiert und spiele jetzt auf meinem virtuellen Tisch FM. Zuletzt ist es die Vielzahl der kleinen Verbesserungen, die praktisch alle aus Userwünschen entstanden sind. Insgesamt sind es über 400 geworden. Durch das neue Feature "Stadion-Infrastruktur" gibt es auch für die "Hardcore-Manager" mal wieder was richtig Neues.
bundesliga.de: Der FUSSBALL MANAGER erscheint seit dem Jahr 2002 jährlich. Wie sehen sie die Entwicklung der Reihe?
Köhler: Die Entwicklung ist sehr positiv. Die Community wächst ständig, unser Team ist hoch motiviert und so groß wie noch nie. Mit dem Online-Modus stoßen wir zudem nochmals in neue Bereiche vor, daher war das ein sehr spannendes Jahr für uns. Aber die Ideen gehen nie aus und schon jetzt laufen die Planungen für das kommende Jahr auf Hochtouren.








