Neue Studie: Profifußball bleibt bedeutender Wirtschaftsfaktor mit gesellschaftlicher Wirkung

Profifußball: In kaum einer anderen Kultur- oder Freizeitaktivität sind so viele verschiedene Gesellschaftsgruppen vereint.
Foto: DFL/Getty Images/Alexander Scheuber

27.2.2025 – Der Profifußball vereint wie keine andere Freizeitaktivität unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und ist mehr denn je ein Wachstumsmotor der deutschen Volkswirtschaft. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Mehr als nur ein Spiel“ der Unternehmensberatung McKinsey. Bei der nach 2010, 2015 und 2020 vierten Untersuchung dieser Art wurde zusätzlich zur ökonomischen erstmals auch die gesellschaftspolitische Relevanz des Profifußballs intensiv analysiert.

Im Untersuchungszeitraum wuchs das System Profifußball jährlich nominal um 5,3 Prozent (inflationsbereinigt: 1,5 Prozent) und damit deutlich schneller als die deutsche Gesamtwirtschaft mit nominal 4,1 Prozent (0,4 Prozent). Daraus resultieren unter anderem rund 20.000 neue Vollzeitstellen. 2023/24 bot das Ökosystem Profifußball nahezu 150.000 Vollzeitstellen, das ist mehr als die weltweite Anzahl an Vollzeitstellen von 34 der 40 Unternehmen im DAX 40. Besonders bemerkenswert: Jeder durch die Clubs umgesetzte Euro resultierte in weiterer Wertschöpfung von durchschnittlich 2 Euro in angrenzenden Bereichen, zum Beispiel bei Vermarktern, Sendern oder Zulieferern der Vereine.

Massives Wachstum bei Steuern und Jobs

Der Profifußball bleibt zudem eine wichtige Quelle von Steuereinnahmen – mit einem Netto-Plus von 4,6 Milliarden Euro für die öffentlichen Haushalte. Das ist mehr als die im Haushalt veranschlagten Kosten für die Bundespolizei (4,2 Milliarden Euro) oder das Wohngeld (4,3).

Deutschland profitiert nicht nur ökonomisch. Für 41 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger stellt Profifußball einen bedeutenden Lebensinhalt dar. In kaum einer anderen Kultur- oder Freizeitaktivität sind so viele verschiedene Gesellschaftsgruppen vereint – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen. Profifußball steht für verbindende Erlebnisse, Emotionen, regionale Verankerung und soziales Engagement.

„Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Bundesliga und 2. Bundesliga ist immens – dies belegt die unabhängige Studie von McKinsey eindrucksvoll“, sagt DFL-Geschäftsführer Marc Lenz. „Zum einen bieten die Ligen und die Clubs eine emotionale Heimat mit gemeinsamen Werten, Begeisterung und einem positiven Zusammengehörigkeitsgefühl. Zum anderen ist die Bundesliga ein bedeutender Wirtschaftsmotor, der eine signifikante Anzahl von Jobs und Umsätzen auch in angrenzenden Branchen sichert. Für Städte und Gemeinden sind unsere Clubs wichtige

Standortfaktoren, die sich neben der gesellschaftlichen Bedeutung auch in einem satten wirtschaftlichen Plus durch Wertschöpfung, Steuern und Abgaben zeigen. All das unterstreicht deutlich: Die Bundesliga wirkt – und zwar positiv und für das ganze Land.“

Die gesamte Studie zum Download: