DFL erweitert Prävention von Spielmanipulation: Schulungen bei den Lizenzmannschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga gestartet

Bis zum 31. Januar 2019 müssen die Schulungen der Lizenzmannschaften unter dem Dach des bereits seit 2012 bestehenden Programms „Gemeinsam gegen Spielmanipulation“ durchgeführt werden. (Foto: Björn Kames/Borussia Mönchengladbach)

17.08.2018 - Unter dem Dach des bereits seit 2012 bestehenden Programms „Gemeinsam gegen Spielmanipulation“ haben in den vergangenen Wochen bei den Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga Schulungen der Lizenzmannschaften begonnen. Diese Schulungen, die nach einem einstimmigen Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung vom 12. Dezember 2017 verpflichtend sind, müssen für die Saison 2018/19 bis zum 31. Januar 2019 durchgeführt sein und anschließend jährlich wiederholt werden. Bereits seit der Saison 2014/15 müssen verpflichtend jährlich geeignete Maßnahmen zur Prävention von Spielmanipulation in den Leistungszentren in den Altersklassen der U16 bis U23 durch die Clubs vorgenommen werden.

Die entsprechenden, einheitlichen Schulungsmaterialien wurden seitens der DFL Deutsche Fußball Liga gemeinsam mit der Sportradar AG erstellt. Bereits seit dem Jahr 2005 besteht eine Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen zur Überwachung aller Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga im In- und Ausland im Hinblick auf mögliche Wettmanipulationen. Ergänzend zu den Schulungsmaßnahmen werden eine App und ein E-Learning-Tool entwickelt. Auch die Website gemeinsam-gegen-spielmanipulation.de wird in diesem Zuge inhaltlich überarbeitet und aktualisiert.

Für Spieler, Trainer und Funktionsträger der Clubs gilt ein Wettverbot, das in der Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verankert ist. Dieses Verbot greift auch für die Bundesliga und 2. Bundesliga und ist Bestandteil des Musterarbeitsvertrages.

Bereits seit 2012 haben DFL und DFB unter dem Titel „Gemeinsam gegen Spielmanipulation“ in enger Abstimmung mit dem Transparency International Deutschland e.V. ihre Präventionsmaßnahmen erarbeitet und gebündelt. Seit dem Jahr 2011 fungiert zudem Rechtsanwalt Dr. Carsten Thiel von Herff als gemeinsamer Ombudsmann von DFL und DFB für den Bereich Spielmanipulation. In dieser Rolle ist er externer Ansprechpartner für Spieler, Trainer, Betreuer, Clubmitarbeiter und Schiedsrichter für vertrauliche Hinweise auf Spielmanipulation oder andere Unregelmäßigkeiten.